
Großwärmepumpen für Gewerbe & Industrie
Moderne Großwärmepumpen erschließen Umwelt- und Abwärmequellen und wandeln sie hocheffizient in nutzbare Wärme um – in Verbindung mit Photovoltaik sinken Betriebskosten und CO₂-Emissionen nachhaltig.
Elektrifizierung ist ein zentraler Hebel zur Dekarbonisierung von Wärme. Moderne Großwärmepumpen erschließen Umwelt- und Abwärmequellen (Luft, Wasser, Sole, Prozessabwärme) und wandeln diese hocheffizient in nutzbare Wärme um – von Gebäudewärme bis zu prozessrelevanten Vorlauftemperaturen.
In Verbindung mit Photovoltaik sinken sowohl Betriebskosten als auch CO₂-Emissionen nachhaltig.
Effizienz als Wirtschaftsfaktor
Nutzen & Wirtschaftlichkeit von Großwärmepumpen
Hohe Effizienz
Bei geeigneten Quellen/Senken sind Jahresarbeitszahlen (SCOP) deutlich > 3 erreichbar. Das senkt Wärmegestehungskosten und CO₂.
Sektorkopplung
Kombination mit PV-Eigenstrom, Batteriespeicher und Lastmanagement reduziert Energiebezug und Leistungspreise.
Förderfähigkeit
Je nach Vorhaben greifen BEG (gebäudeseitig) bzw. BEW (Wärmenetze/Quartiere).
Zahlreiche Einsatzfelder
Gewerbeimmobilien, Quartiere, Industrie und Prozesse mit Abwärmenutzung.
Sektorkopplung und Energiemanagement
PV-Integration, Speicher & Energiemanagementsystem (EMS)
- PV-Strom nutzen: Tagsüber erzeugter PV-Eigenstrom versorgt die Wärmepumpe, senkt Wärmekosten und Emissionen.
- Thermische Speicher: Pufferspeicher koppeln Erzeugung und Bedarf, erlauben preis- und netzdienliche Fahrpläne und erhöhen Vollaststunden.
- EMS-Orchestrierung: Ein Energiemanagementsystem priorisiert Eigenverbrauch, berücksichtigt Preis- und Netzsignale und bindet weitere Erzeuger bzw. Verbraucher ein.
Effizienzkennzahlen im Überblick
Was bedeutet COP/SCOP?
Der COP (Coefficient of Performance) beschreibt das Verhältnis von bereitgestellter Wärmeleistung zur eingesetzten elektrischen Leistung bei einer definierten Betriebsbedingung. Ein COP von 4 bedeutet: Aus 1 kW elektrischer Leistung werden 4 kW Wärme.
Der SCOP (Seasonal COP) betrachtet das gleiche Verhältnis über eine gesamte Heizperiode unter realistischen, wechselnden Bedingungen und ist deshalb die aussagekräftigere Kennzahl für die Jahreswirtschaftlichkeit. Je geringer die Temperaturhubhöhe zwischen Wärmequelle und Vorlauftemperatur, desto höher fallen COP bzw. SCOP aus.
Prozesswärme bis 60 °C und darüber
Technik & Temperaturbereiche
Großwärmepumpen arbeiten mit unterschiedlichen Kältemitteln und decken je nach Auslegung Vorlauftemperaturen von mittleren bis hohen Bereichen ab. Besonders effizient ist die Anhebung von Abwärme (z. B. 25–60 °C) auf nutzbare Temperaturen. Die Wahl von Kältemitteln mit niedrigem Treibhauspotenzial (GWP) ist im Hinblick auf die F-Gas-Regulierung (fluorierte Treibhausgase) zukunftssicher.
Unser Vorgehen
Planung & Auslegung
- Last- und Temperaturprofile (Heizung, Warmwasser, Prozess) sowie Wärmequelle erfassen
- Temperaturhub minimieren, Hydraulik und Wärmeübergabe optimieren
- PV-Anlage, Batterie, thermische Speicher und Regelstrategie integrieren
- Förder- und Rechtsrahmen (BEG/BEW, F-Gas) prüfen; Beschaffung auf GWP-arme Kältemittel ausrichten
- Wirtschaftlichkeit (TCO) inkl. Strompreis-Szenarien, Vollbenutzungsstunden und Wartung kalkulieren
Schnellcheck
Lohnt sich eine Großwärmepumpe?
- Kontinuierlicher Wärmebedarf mit geeigneter Quelle
- PV-Option am Standort und Bereitschaft zur Speicher-Integration
- Temperaturanforderungen im machbaren Bereich
- Zugang zu Förderprogrammen
FAQs
Häufige Fragen zu Großwärmepumpen
Welche Vorlauftemperaturen sind möglich?
Wie passt die Wärmepumpe zur PV?
Was ist beim Kältemittel zu beachten?
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